Webinar: Hündische Körpersprache

Nachdem wir ja letzte Woche unser hündisches Vokabelheft zum Besten gegeben haben, geht es diese Woche mit der hündischen Körpersprache weiter. Auslöser war das Webinar von Anne Rosengrün, welches wir voller Spannung verfolgten 🙂 . Bevor es also für uns heut in Sachen Lernen über Gesundheit & Co weiter geht, wollen wir euch eine kleine Zusammenfassung geben 🙂 .

 

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Zunächst muss ich sagen, dass Anne das Ganze super aufgezogen hat. Statt sich an einzelnen Merkmalen zu verbeißen, hat sie mit den Grundfesten von Verhalten begonnen. Dabei habe ich gelernt, dass Verhalten als Bewegungsmuster durch Hormone im Hundekörper ausgelöst wird. Es werden also stets die Emotionen des Hundes transportiert, wobei sich insbesondere drei Kategorien differenzieren lassen (SEEKING, FEAR, RANGE/ANGER). Anne brachte als Zusammenfassung ihrer Erklärung das Bild eines Eisberges ins Spiel. Das, was wir sehen, ist demnach nur die Spitze einer ganzen Kaskade von Reaktionen und beschreibt das Ganze doch wirklich anschaulich.

Wobei wir schon bei der Crux wären: Beobachten wir unseren oder andere Hunde, ist diese Beobachtung stets von Fehlern geprägt. Klar, denn wir nehmen Informationen nicht nur selektiv durch unsere Vorerfahrungen und Meinungen geprägt wahr, sondern wir interpretieren die Beobachtung anschließend auch noch. Anne schlägt deshalb vor, sich an den Reaktionen anderer Hunde zu orientieren, da diese als Muttersprachler auf dem Gebiet deutlich sicherer sind als wir Menschen. Zum Üben gabs direkt noch ein paar Beispiele mitsamt Bildern dazu und schwubs wurde mir bewusst, wie schnell man doch wirklich mit seiner Interpretation ist. Und das obwohl ich als Psychologin schon meine, recht wertfrei und neutral zu beobachten 🙂 .

Den letzten Teil des Webinars widmete Anne dem Thema Erregung und Verhalten. Ähnlich wie beim Menschen fallen Hunde bei starker Erregung in reflexive Verhaltensweisen. Sie reagieren nur noch. Das hängt damit zusammen, dass vom limbischen System – also der emotionalen Alarmanlage des Körpers – mehr Nervenleitungen in den Präfrontalen Cortex führen als anders herum. Bei hoher Erregung ist es demnach rein anatomisch schon kaum möglich, rational zu bleiben beziehungsweise als Hund gelerntes Verhalten abzurufen. Anne beschreibt das sehr anschaulich als „Hinterhirni“ und gibt Tipps für den Umgang mit solchen Situationen.

 

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Abschließend ließ sie noch genügend Zeit für allerlei Fragen und Diskussionen rund ums Thema. Ich muss sagen, dass ich ihre Herangehensweise wirklich erfrischend fand. Anzeichen und Signale werden ja immer wieder mal thematisiert – man denke nur an den theoretischen Teil der Begleithundprüfung – , wobei man sich diesen wissenschaftlichen Hintergrund oft schenkt. Das machte – zumindest mir – das Verständnis bislang etwas schwer.

Deshalb kann ich Anne nur für ihr tolles Webinar danken, welches sie übrigens über ihre Seite Sanny´s Dogwalker Ausbildung kostenlos zur Verfügung stellte. Anne selbst ist ausgebildete CumCane- Trainerin und eine hervorrangende Referentin. Ich kann nur empfehlen einmal auf ihrer Seite vorbei zu schauen, denn sie bietet nicht nur für Hundetrainer, sondern vielmehr auch für interessierte Hundehalter, tolle teils sogar kostenfreie Webinare an. Dabei erhält man sogar beim kostenfreien Webinar stets ein tolles Skript dazu. Das eben beschriebene Webinar kann übrigens auch nach dem Klick auf Annes Seite noch einmal nachgehört werden – also schaut mal rein 🙂 .

Ich habe ja schon einige Webinare und sogar einen Email-Kurs von Anne mitgemacht und mir schon länger vorgenommen, das auch mal hier zu thematisieren. Das hatte bislang aufgrund meiner Schlampigkeit leider nicht geklappt, aber ich bin mir sicher, dass ihr in der nächsten Zeit wieder mehr in Sachen Fachwissen zu hören bekommt 🙂

 

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