Von Eierdieben und Hasentötern – „Verwauzt und Zugebellt“ geht in die Osteredition

Okay um ehrlich zu sein, hätte ich Ostern dieses Jahr ja fast vergessen. Während sich Askan also noch von seinem Auftritt letzte Woche erholt, habe ich mir die Kirsche wund gedacht, überlegt und gegrübelt, wie man Ostern so richtig wauzig gestalten kann. Welche Ideen mir dabei kamen, wie wir Ostern nun tatsächlich verlebt haben und welche Rolle mein Kindle, mein Bett und meine neu errungene Bluetooth-Tastatur dabei spielen, erfahrt ihr heut:

 

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Die Vorbereitungen:

Also gut Meister der Planung bin ich ja nun ganz offensichtlich nicht – Königin im Versaubeuteln und Vergessen hingegen schon. Bei uns ist quasi ganzjährig Ostern, weil wir ständig irgendetwas suchen. Neben dem Plan, was ich mit meinem honigfarbigen Senfhund an Ostern denn Schönes unternehmen könnte, brauchte ich ja auch noch Geschenke – oder eher kleine Mitbringsel – für die dazugehörigen Zweibeiner. Sollte ja quasi ein zaubertolles Osterfest auf sechs Pfoten werden. Um gleich mal Eines vorweg zu nehmen: ich liebe ja Selbstgemachtes, weshalb es bei uns dieses Jahr gänzlich last minute selbstgemachten Eierlikör, naturgefärbte Eier, Osterkekse und kleine Osterhäschen gab. Alles recht schnell gemacht und in Kombination – wie ich finde – einfach nur voll hasig :-).

Die Rezepte und Anleitungen würde ich dann jetzt mit euch teilen, weshalb allen Desinteressierten erst einmal geraten sei, weiter nach unten zu scrollen.

Der Eierlikör:

Man nehme erst einmal massig leere Flaschen – entweder gekauft oder eben selbst geleert 🙂 . Für einen Liter trenne ma

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n zehn Eier, wobei man nur das Eigelb zum Weiterverarbeiten braucht. Zu dem Eigelb gibt man einen guten Schuss weißen Rum, ein Päckchen Puderzucker sowie ein Päckchen Kondensmilch. Alles gut mit dem Pürierstab vermengen, in Flaschen abfüllen und schwubs hat man schon ein kleines Mitbringsel. Als Alternative – für alle die Zweibeiner, die keinen Eierlikör mögen (mich eingeschlossen) – gabs bei uns Himbeer-Sahne-Schnaps 🙂

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Ostereierei mit Naturfarben – Ach du dickes Ei oder bei uns wohl eher „Ach, du braunes Ei.“:

Klar Ostern stand vor der Tür und da mein kleiner Eierdieb sich ja ab und an auch einmal selbiges unter den Nagel reißt, mussten die Eier ohne Chemie gefärbt werden. Wir haben also mal auf Zwiebelschalen, Curry, Schwarzen Tee und rote Beete zurückgegriffen. Anbei sei gesagt wir haben es tatsächlich geschafft aus makellos weißen Eiern Braune zu färben. Hätte man mit Kaufen nur marginal unaufwändiger hinbekommen, aber immerhin alles voll Bio und so :-).

Häschen nähen:

Alkohol check, Eier check – fehlte nur noch eine kleine Deko auf den Geschenken für die liebe Sippschaft, welche mit nur dezent ironischen Bemerkungen meinen Hundeknall erträgt. Ich ging also in Osterhasenproduktion, wobei natürlich auch einer der kleinen Ohrenfreunde seinen Weg ins Askans Körbchen fand.

 

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Goethischer Osterspaziergang – Hasenmeucheln am Ostersamstag:

 

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Gut unsere Zweibeiner hatten wir also verarztet, aber wie feiert man Ostern denn nun standesgemäß mit einem Hund, der sich „von“ nennt – dass sich das „von“ aber nur auf „von der Straße“ bezieht ist meinem Bub nämlich mal absolut nicht klar. Der Pöbel möge ihn bespaßen, denn es dürste ihm nach Unterhaltung. Karfreitag nahm ich dementsprechend ein Seminar der zauberhaften Ulli Seumel mit. Thema „Bindung beim Hund“ (Näheres gibt es ganz bald :-)) schließlich muss man sich ja weiterbilden, um seinem Sir Wautzalot auch richtig den bepelzten Hintern zu pudern.

Frisch gebildet ging es dann Ostersamstag mit „Fit mit Hund im Vogtland“ an die nahgelegene Talspeere ins Grün. Das hatte für meinen Schnuz den Vorteil mal so richtig gepflegt und lang durch Wald und Wiese über Stock und Stein fegen zu können. Während meine wilde Möhre nun also mit den anderen Hunden schlenkern und raudeln ging, ließ ich bei den dazugehörigen Zweipfötlern mal dezent den ein oder anderen Kommentar über unseren Blog fallen. Wir wollen „Verwauzt und Zugebellt“ ja auch etwas bekannter machen, um nicht nur für meine Mama zu schreiben 🙂 .

Als Mitideengeber für diese Wanderung kamen „Sir von und zu Straßenhund“ und mir als begnadete (P)fotoeule sondergleichen natürlich die Aufgabe der fotografischen Dokumentation zu. Bei über 40 Leuten, die gemeinsam mit ihren Vierbeinern zu Felde zogen, glich unser Unterfangen mehr einer Völkerwanderung denn einem Osterspaziergang in Goethemanier. Drei Stunden über Stock und Stein im Triebtal gipfelten für uns in einem gemütlichen und wohlverdienten Picknick. Die Osterhäschen, die unsere caniden Mitwanderer dabei nicht erlegten, hatten sogar noch die Zeit gefunden, einige Kleinigkeiten für uns zu verstecken. Sprich mit einem meditativen Vorsichhintrödeln war hier nichts. Es musste verstärkt geschaut, gesucht und aufmerksam durch die Natur geblickt werden, wollte man auch so ein kleines Osternest abstauben. Die wurden übrigens wiederum von Fressnapf gesponsert – wirklich feine Sache 🙂 . Selbst wenn man während des Osterspazierens nicht fündig wurde, ging man nicht leer aus, denn neben den Naschigkeiten gab es für jeden Teilnehmer ein Geschenk am Ziel. Neben Leckerlis, Hundekeksen, Menschenkeksen und Spielzeugen zählte hierzu wunderherrlicher Weise ein Gutschein für „Fit mit Hund“. Ziemlich ausgeklügelt oder was meint ihr? Darauf ein dreifaches Hundehütte, Hundehütte, Hundehütte – wau, wau, wau 🙂 .

 

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Für Askan gipfelt das Osterwochenende anschließend in dem genussvollen Verschlingen seines österlich gefüllten Kongs. In diesen hatte es nämlich außer Möhren, Ei und Frischkäse auch noch Lammfleisch geschafft. Für mich gipfelte das Wochenende in dem Niederschreiben unserer Erlebnisse. Da ich nun seit Kurzem ja technisch maximalst versiert bin, funktioniert das jetzt sogar ganz mobil auf dem Kindle, mit extra Tastatur und notfalls sogar von Bett oder Couch aus. Ich bin begeistert, wenn das so einfach geht und bleibt, kommen in Kürze bestimmt noch mehr Artikel unsererseits 🙂 .

 

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