Sportlicher Gruß am Vizefreitag: Das Besondere auch einmal ausprobieren

Es gibt ja so Leute, die in fünf Minuten einen Kilometer laufen – und es gibt mich: Ich bekomm manchmal Seitenstechen, wenn ich früh aufstehen muss. Haben wir es ja also letzte Woche bereits groß und breit bemarktschrien, ist es heute endlich so weit: die Insider- Infos zum Dog Triathlon von Jasmin Wolf. Die Liebe gibt gemeinsam mit Co-Trainer Schmidti die Fit-mit-Hund®-Kurse im Vogtland und bekommt definitiv kein Seitenstechen beim Aufstehen – klar, dass man mit solch beneidenswertem sportlichem Engagement auch an dem Triathlon im nahegelegenen Oberhof teilnehmen muss. Welche Erfahrungen sie gemacht hat und vor allem – meines Erachtens noch viel wichtiger – welche Tipps sie für Einsteiger hat, darf ich heute für euch zusammenfassen 🙂 .

 

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Jasmin startete unser Gespräch gleich mit einer Anekdote. Hatten doch alle anderen Teilnehmer fesch ausgebildete Zughunde, sei ihr Vierbeiner akkurat bei Fuß gegangen. Mit Ziehen im Canicross-Stil sei da wenig gewesen, aber immerhin habe Schmidti trotz der ganzen Aufregung seine Manieren nicht vergessen. Überhaupt habe zwischen den Teilnehmern aber auch zwischen deren Hunden eine sportliche, harmonische und vor allem faire Atmosphäre beim Bewältigen der 150 Meter Schwimmen, 4.6 km Radeln und 1.8 km Joggen geherrscht. Bereits zu unchristlich früher Stunde hätten die Wechselzonen bezogen werden müssen. Also nichts für Langschläfer 🙂 .

Ausrüstung und Kosten

In Sachen Ausrüstung sei ein geländetaugliches Fahrrad, Handschuhe, Helm, eine Joggingleine mit Expander, Geschirr, Kopflampe sowie natürlich geländegängige Laufschuhe einzupacken. Man muss also gar nicht bis an die Zähne mit Sportkram aufmunitioniert sein 🙂 . Die Kosten mitsamt Startgebühr, Ferienwohnung – oder für die früh Entschlossenen ein Platz auf dem naheliegenden Campingplatz – sowie das obligatorische Shirt zum Beweis des Triumphes über den eigenen Schweinehund hätten sich deutlich in Grenzen gehalten. Zumal so ein sportlicher Wochenendausflug Ausgaben schon einmal wettmachen würde und der Spaß sowieso unbezahlbar sei.

Tipps und Tricks

Der größte Tipp unseres stundenlangen Gespräches: sich mental nicht fertig machen. Klar gerate man unter Druck, wenn andere Sportler einen überholen, aber letztlich sei man ja für sich und seine eigene Erfahrung dort. Auch zwischenzeitliches Laufen oder Schieben sei ja nicht verboten. Deshalb rät Jasmin erst einmal zu mentalem Training und eigenen Zielen. Die Siegerin habe die gesamte Strecke in etwa einer halben Stunde gerockt. Das sei für einen Anfänger fern ab jeder Realität.  Jasmin – die ja allein schon beruflich unwahrscheinlich viel auf den sportlichen Rehbeinen unterwegs ist – befand sich mit ihrer Zeit im Mittelfeld und war damit noch eine Viertelstunde langsamer als die Siegerin. Eine solche Zeit könne sie bis zum nächsten Jahr auch mit intensiviertem Training kaum rausholen.  Beruhigend für mich: langsam kommt man auch ins Ziel und manchmal ist dabei sein ja auch alles. Und noch ein kleiner Trost: Männer und Frauen werden getrennt voneinander gewertet und auch die Teilnahme als Staffel ist möglich 🙂 . Grade wenn man nicht rund um die Uhr in Bewegung, am Joggen oder Rad fahren ist, scheint mir das eine tolle Alternative. Natürlich muss auch die Kondition des Hundes erst einmal aufgebaut werden. Einfach teilnehmen und vorher noch nie mit Hund am Fahrrad gefahren zu sein, würde wohl trotz der lockeren und entspannten Atmosphäre wenig nützen.

 

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Besondere Erfahrungen

Besonders der pflichtmäßige Nachtlauf sei für Jasmin beeindruckend gewesen. Bei quasi völliger Dunkelheit, Schwedenfeuern und mystischer Musik habe man schon ganz schön aufpassen müssen, seine Knochen heile über die Strecke ans Ziel zu bringen. Nützte ja aber nichts, schließlich ging die Zeit vom Nachtlauf ebenfalls in die Gesamtwertung ein.

Unsere wichtigste Frage: Wie wars denn eigentlich nun mit dem Schwimmen?

Düdüm. Jasmins Tenor: Der Hund müsse freiwillig ins Wasser sonst könne man bei der Disziplin nicht an den Start gehen. In dem Moment dachte ich mir: Bloß gut, dass wirs nicht versucht haben. Nur damit Jasmin nachlegt: „Für die Leute gabs dann aber auch einen Duathlon“. Na prima – hätten wir doch mitmachen können 🙁 . Aber auch für alle, deren Hunde gerne ins Wasser gehen, sei die Strecke toll gewesen. Man hätte sie im Prinzip auch im Wasser laufen können. Eine Sicherheit für alle, die sich Sorgen machen, unterwegs beim Schwimmen abzuschmieren und dann in der Mitte eines Sees gefühlt ums Überleben zu kämpfen.

Resümee?

Na so als Außenstehender kann man schon sagen, dass die Liebe Blut geleckt hat. Mit Strahlen und einem Grinsen, das die Ohren nur mit Mühe und Not grade noch so abbremsen konnten, berichtete sie über das Wochenende in Thüringen. Fürs nächste Jahr habe sie vor, sich einen Triathlonanzug zu schießen. Für alle, die jetzt noch ein wenig angefixter sind, empfiehlt sie unter dem Jahr einmal hinzufahren und sich die Strecke anzuschauen. Das Wissen über deren Verlauf würde wohl einiges in Sachen Krafteinteilung ausmachen. „Das Besondere auch einmal auszuprobieren“ sei ihr Antrieb gewesen und das kann man wohl nur mit einem Lächeln an alle Leser weitergeben.

Für alle, die jetzt auch neugierig geworden sind: Der nächste Dog Triathlon findet am 6. und 7. Mai 2017 statt. Alle Infos rund um dieses Mailight findet ihr hier. Und wenn ihr euch jetzt noch anschauen wollt, wie Jasmin so arbeitet, dann besucht einfach mal einen ihrer Kurse oder informiert euch auf ihrer Website.

 

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2 thoughts on “Sportlicher Gruß am Vizefreitag: Das Besondere auch einmal ausprobieren

  1. Hallo Isabelle, da freu ich mich doch, dass ich durch Nadine und ihren Leseempfehlungen bei dir lustigem Hühnchen gelandet bin;-). Interessante Beiträge und ich freu mich immer wenn ich einen neuen Blog entdecke, der mir gut gefällt und den ich neu in meine Liste aufnehmen kann. Toller Bericht auch über die Jasmin. Wollt ich schon immer mal wissen, wie das abläuft…
    Sei also lieb gegrüßt. Wir kommen bald wieder zum Schnüffeln vorbei.
    GLG Danni & die Setterjungs

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