Pfotografie mal anders: Fotowalk

Man kann ja nun nicht immer nur lernen, Produkte testen, arbeiten und herumphilosophieren – nein manchmal da muss man auch mal raus und was erleben 😉 . So wie wir am 26. Juni – da haben wir nämlich an einem Fotowalk teilgenommen. Was das ist und wies uns gefallen hat, erfahrt ihr heut 🙂 :

Klar sonntags um sechs Uhr aufstehen, harren, dass das Wetter durchhält und sich dann von einer Umleitung maximal verunsichern lassen, klingt wenig berauschend. Wir wurden dennoch reichlich entschädigt 🙂 .

Doch erst einmal von Anfang an: Die liebe Jessica von Herzensblick Fotografie hatte die Idee und lud auf Facebook zu einer lustigen Fotorunde mit Hund. Klar, dass ich da gleich maximal an war. Ich kam mit Jessica ins Gespräch und schnell war klar, dass wir teilnehmen werden. Für 39 Euro bekommt man – geplante zwei in der Realität eher drei – Stunden Spaziergang mit anderen Hundehaltern und on top am Ende drei tolle Bilder von der eigenen Fellnase. Bei Bedarf können natürlich auch mehr Bilder geshoppt werden – dafür zahlt man dann aber extra. Ziemlicher Schnapp, wenn ihr mich fragt und man bedenkt, was so eine Shooting sonst kostet. Also ging es für uns ins sächsische Flöha nahe Chemnitz. Zuvor hatte Jessica noch eine Whats App-Gruppe ins Leben gerufen, in der es in der Woche vorher schon heiß übers Wetter herging. Gar nicht so einfach bei diesem Sommer 🙁 , aber schnell war klar, dass wir verrückten Hühner alle auf einer Wellenlänge liegen.

 

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Wir kamen schließlich trotz Umleitung gut an und lernten die anderen drei Teilnehmer samt Vierpfötler unwahrscheinlich schnell und unkompliziert kennen. Obwohl sich unsere Fellnasen allesamt nicht kannten, gabs absolut keinen Ärger über die Wanderung hinweg. Alle hatten wir grundverschiedene Hunde aber auch völlig unterschiedliche private Hintergründe, sodass der Walk total spannend wurde und auch bei Wartezeiten absolut keine Langeweile entstand. Im Gegenteil besagte Whats App-Gruppe wird immer noch ausgiebig genutzt und auch ich habe den ein oder anderen privaten Kontaktschnapp gemacht 🙂 . Lasst euch überraschen 🙂 . Während der Walk also für mich eher ein entspannter Kaffeplausch mit Freunden war, legte sich Jessica voll ins Zeug, robbte durch Gräser und schmiss sich ins Laub, um auch ja den besten Schnappschuss von unseren Fellnasen zu erwischen. Währenddessen hingen die entsprechenden Frauchen hinter ihr und versuchten dem lieben Tier einen tollen Blick zu entlocken. Was da Frauchen und Leckerli nicht schaffen konnten, schaffte Jessicas tolle Tierstimmen-App, welche ich mir natürlich sofort gemopst habe 🙂 . Man sieht, die Liebe hat echt Erfahrung in der Tierfotografie. 🙂 Ziemlich traurig waren wir, als die Runde gelaufen, alle Bilder im Kasten und wir wieder an unseren Autos waren. Um entspannt nach Hause finden zu können, durfte ich dann einer anderen Teilnehmerin hinterher fahren. Es findet sich doch immer irgendwie ein Weg 🙂 . Nicht zu vergessen, dass sich Jessica noch mit ganz niedlichen kleinen Schutzengeln für uns und unsere Vierbeiner bedankte.

 

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Jetzt ging der schwierige Teil los: das Aussuchen. Man, über eine Woche habe ich damit zugebracht und auch den anderen fiel die Wahl bei weit über 150 gemachten Bildern gar nicht so leicht. Ihr macht euch wortwörtlich keine Bilder welche Diskussionen da in der Gruppe losbrachen, wenn sich irgendwie einfach keiner entscheiden kann, dann noch Eltern und Familie ins Boot geholt werden und auch die keine Wahl treffen können 🙂 . Ich bin der Meinung, dass das Jessicas Arbeit schon wirklich schmeichelt und sie sich ziemlich gebauchpinselt fühlen kann, weshalb ich sie auch direkt an eine Freundin empfohlen habe, die ihre Pferdlis auf Zelluloid bannen möchte. Entsprechende Einzelpakete findet übrigens auch ihr auf ihre Website, wobei hier auch ganz individuelle Vereinbarungen möglich sind 🙂 . Aus Erfahrung kann ich nur sagen: Nachfragen lohnt sich 🙂

Nach Tipps in Sachen Hundefotografie gefragt – klar, dass ich auch mal was aus dem Nähkästchen hervorlocken musste -, sind ihre Top 6:

 

  1. genug Zeit und Geduld für den Vierbeiner mitbringen
  2. keine Scheu vorm manuellen Modus, wenn ihr richtig tolle Schnappschüsse wollt
  3. Auseinandersetzung und vor allem Übung in Sachen Blende, Belichtungszeit und ISO
  4. Ab in den Dreck, denn auf die Perspektive kommt es an 🙂 Geht also ruhig mal auf Augenhöhe mit euer Fellnase.
  5. öfter mal Position innerhalb einer Location wechseln (Richtungen, Blickwinkeln, Lichteinfall & Co)
  6. Last but not least: NIEMALS AUFGEBEN (mehr Rat denn Tipp 🙂 )

 

Wer sich jetzt von unserer Begeisterung hat anstecken lassen: Keine Sorge Jessica plant im Spätsommer beziehungsweise Herbst einen neuen Fotowalk. Hier solltet ihr dann schnell sein, denn ich kann mir bei all der Freude im Nachgang gut vorstellen, dass auch die Mädels – mich natürlich eingeschlossen – gern wieder mitwandern wollen.

 

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Im Gegensatz zu unserem Hundefotografie-Kurs im letzten November ist unser Fazit: Klar macht es Spaß die eigene Kamera kennen zu lernen und sagen zu können man habe die Bilder selbst gemacht. Ich habe aber nach dem Kurs letztes Jahr eine komplette Speicherkarte vollgeschossen und auf Quantität gesetzt – zum Üben sicher richtig, aber für die Bilder, die dann doch über den Kamin gehangen werden, machen richtige Fotografenbilder einfach mehr her. Schon allein von der Technik. Sicher habe ich auch eine Spiegel, welche aber mit dem Highend-Gerät von Jessica plus deren tollen Künsten in der Nachbearbeitung gar nicht mithalten kann. Ich denk nicht, dass es ein Entweder- Oder sein muss und auch auf dem Fotowalk kann man seine eigene Kamera mitnehmen und die Pausen nutzen, sofern man denn möchte. Gelernt habe ich auf jeden Fall trotzdem ganz viel – auch wenn das ja eigentlich gar nicht das Ziel der Wanderung war 🙂 Schon allein ihre Perspektiven habe ich mir für unsere privaten Shootings abgeguckt 🙂 Beides hat also seine Vorteile und so ganz unter der Hand  sind wir auch schon im Gespräch, ob sichs nicht kombinieren lässt 🙂 . Bleibt also gespannt, schaut mal auf der Website vorbei und lasst euch auch begeistern 🙂 .

 

 

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