Off Topic – das erste Mal am Sachsenring

Okay also neben der Liebe zum Hund und Hundesport gibt es in unserer Familie noch eine zweite Leidenschaft: Motorräder in sämtlichen Facetten. Das geht soweit, dass mein Paps jedes Jahr vier Tage am Sachsenring verweilt, um unseren Favoriten  – namentlich durch eine 46 gekennzeichnet – anzufeuern. Was das mit mir zu tun hat? Na das erfahrt ihr jetzt 🙂 :

 

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Ich fuhr diese Jahr nämlich erstmalig mit an den Sachsenring und hatte doch etwas Bauchweh überhaupt richtig anzukommen. Zwei Belgiern fuhren mit entsprechender Ausstattung – überall die 46 – vor mir, weshalb ich mein Navi dankend abschalten konnte. Die beiden waren so rücksichtsvoll, auch bei allen Blitzern rechtzeitig warnend anzubremsen. Sehr entspannt kam ich also an, saß schwubs schon im Shuttelbus, um meinen Paps dann am Eingang ausfindig zu machen. Wieso am Eingang? Weil meine Karte aus irgendwie unerfindlichen und gänzlich mysteriösen Gründen in seiner Reisetasche gelandet ist 🙂 Hat meine Mama und mich früh auch nur eine halbe Stunde Suchzeit begleitet von einigen Flüchen gekostet. Das Rästel konnte übrigens selbst von Aiman Abdallah in Galileo Mystery nicht vollumfänglich aufgeklärt werden 😉 .

 

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Zum Eingang rein und direkt ist man in einer anderen Welt. Motorengeräusche, Geruch und Mitfiebern von früh bis spät. Es wird so gar nicht langweilig. Weder die Moto2 noch die Moto3 standen der MotoGP in Sachen Spannung auch nur einen Funken nach. Begleitet wird das Ganze von dem Gegluckste, Grinsen und Gesängen der Betrunken, die zu späterer Stunde – ihr Lieben wir sprechen von Mittag – dann schon genüsslich auf der Tribüne natzten. Unterhaltungstechnisch bekommt man echt auf allen Ebenen etwas geboten.

Eine Materialschlacht vom Feinsten traf einen dann in der Mittagspause beim Schlendern über die volksfestähnlichen Zustände an der Rennstrecke. Eine wirklich andere Welt mit ganz eigenem Flair. Man bekommt direkt Lust, selbst Motorrad zu fahren, um Teil dieser eingeschworenen (wenn auch kostenintensiven) Gemeinschaft zu sein. Nach der Pause ging es auch direkt schweinisch spannend mit diversen Stürzen – allesamt in der Kurve vor unserer Tribüne – weiter. Die circa 3,6 km lange Strecke im Zwickauer Land forderte die internationalen Fahrer doch ganz schön. Ein Wunder, dass ich bei all dem Atemanhalten und Staunen heute überhaupt noch am PC sitzen und schreiben kann. Es wäre für Askan ein Anti-Jagdtraining sondergleichen gewesen, allerdings verbrachte der Hübsche den Samstag bei seiner Oma bei einer straffen Wanderung querfeldein. Dachte ich bei der Heimfahrt noch an eine ausgiebige Gassirunde, erwarten mich Hundeoma samt Hundeenkel kastenalle im heimischen Garten. Irgendwie doch idyllisch nach so einem Papa-Tochter-Tag. Das eigentliche Rennen am Sonntag durfte dann mein Bruder live gemeinsam mit über 90 000 Mann im Regen miterleben, während wir gemütlich vorm Fernseher Vale die Daumen drückten – okay zugegeben mehr ich als meine Fellnase.

 

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Klar ziemlich off topic unser Rennwochenende, aber immerhin auch einmal was für die Herren unter den Lesern 🙂 . Ich möchte die Gelegenheit gleich mal nutzen, um mich maximal öffentlichst bei meinem Paps zu bedanken. Für die Karte, fürs Opfern des freien Wochenendes, das geduldige Suchen nach einem Mitbringsel für mich und das Beantworten meiner gänzlich vom Sachverstand für Motorräder befreiten Fragen über Reifenzusammensetzungen, Motorisierungen und Aerodynamik während der freien Trainings 🙂 . Nächstes Jahr dann gern wieder, sofern der Sachsenring viel und heiß diskutiert erneut seine Pforten öffnet. Also such dir schon einmal einen neuen familienfreien Kurzurlaub 🙂 Hab gehört Lausitzring sollen ja die Superbikes fahren 🙂 .

 

 

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