House of Dogs

Um ehrlich zu sein: ich mag Berlin nicht. Ich komme vom Dorf. Eine Stadt in der Größe stresst mich. Noch dazu unter Schlafmangel weil man tags zuvor bis in die Puppen einer Lesung lauschte. Dresden, Berlin, Leipzig – da fühlt man sich langsam wie ein Model. So sehe ich mittlerweile auch aus – nicht um den Popes (klar wäre ja auch zu schön) -, sondern um die Augen. Schatten großer Taten nennt man so etwas ja und um eben so eine große Tat geht es heute: Mein Beitrag zur House of Dogs:

Da quält man sich früh nichtsahnend noch mit dem halben Kissen im Gesicht in den Zug, um sich auf den Weg nach Berlin zu machen und dann wird der Tag richtig episch. Nun gut, die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn mitsamt Dauersprint meinerseits durch Berlin wollen wir an dieser Stelle einfach mal unerwähnt lassen. Ich erreichte Anette Petzoldt – eine der Hauptverantwortlichen der Messe – grade noch rechtzeitig zum geplanten Bloggertreffen.

 

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Hier bot sich mir die Möglichkeit, die Mädels von Les Wauz, Dietutnichts, MiDoggy, 2&4 zusammen unterwegs, Die Struppibande, Beagle Timmy, Cocker, Lifestyle and more, Hundekind Abby und Hirtengold einmal im real life kennen zu lernen. So richtig echt und in Farbe. Bei einer sündhaft leckeren Limo – klar waren ja schließlich nicht zum Spaß da – gab uns Anette dann auch noch ein paar Insiderinfos rund um die Messe. Die ist nämlich das Herzensprojekt der Organisatoren – allesamt hundenärrisch. Nachvollziehbar, sich den Hundemarkt einmal genauer anzuschauen und zu merken, dass selbiger nicht nur groß, sondern verdammt groß ist. Über 100 Aussteller – nämlich 110, die ich (will es nur mal anmerken) in meiner streberhaften Art vorher alle einmal gegoogelt hatte (warum dazu gleich mehr) – fanden sich in dem Postbahnhof in Berlin zusammen.

 

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Eine herrliche Location mit zugehöriger Sonnenterrasse auf der unser spektakuläres Treffen stattfand. Besonders stolz gab uns Anette auch noch Einblicke in das Rahmenprogramm, welches mit diversen Fachvorträgen aber auch Diskussionen aufwarten konnte. Chapeau – nicht schlecht 🙂 .

 

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Spektakulär ging es dann auch gleich beim Presserundgang mitsamt Vorstellung der Linie der Prinzessin von Hohenzollern weiter. Hofknicks hatten wir Mädels selbstverfreilich vorher geübt bei solchem Glanz in der Hütte. Ja was soll man sagen, die Prinzessin berichtete uns ausführlichst von ihrer eigenen Futtermarke, welche sie aufgrund ihrer Scharr von immerhin 12 Hunden aus dem Tierschutz ins Leben gerufen habe.  Wortschwadronen wie „vegan“, „ökologisch“, „Restaurantqualität“ beschrieben den Lifestyle für den modernen Hund an den sich die Kollektion richtet. Breakfast to go, lunch to go und wer als Hundehalter noch fauler ist, kann sich sogar noch den Geburtstagskuchen aus der Konserve liefern lassen. Alles natürlich so toll, dass man es auch selbst essen könnte – mutet womöglich komisch an aber auch wir wurden zum Hundekuchen eingeladen. Neben der eigenen Futterlinie ist sie aber auch noch handwerklich ganz gut aufgestellt, sodass wir uns auch noch die Highlights der Körbchenkollektion ansehen „durften“. Alles in pink. Wie gesagt ich komm vom Dorf , da geht nur grün und richtig schön matschbraun. Na ja alles in allem kostete mich das eine halbe Stunde Lebenszeit und ein Fresspaket zum Testen gabs ja auch noch oben drauf. In pink – ist klar. Ich bin mir sicher, dass ihr früher oder später von uns Bloggermädels hierzu noch Erfahrungsberichte bekommt. Durch die massive Infoflut der Prinzessin war mein mühevoll erarbeiteter Zeitplan natürlich dahin (deshalb die fleißige Vorbereitung meinerseits). Fand ich nur mäßig kernscheiße, denn jetzt war nicht mal mehr Zeit für ne Pipipause. 110 Aussteller wollen ja schließlich auch gesehen werden 🙂 .

 

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Neben Weihnachtsgeschenken für mich (da hab ich mich gleich mächtig mit Flyern ausgestattet) fand ich auch noch das ein oder andere gute Stück für meine Fellnase. Hierzu erfahrt ihr dann in den nächsten Wochen mehr von mir. Irgendwie fühlt man sich ja schon gebauchpinselt, wenn man direkt Infomaterialien der Hersteller in die Hand gedrückt bekommt als Antwort darauf, dass man hier als Blogger unterwegs sei. Entsprechend häufig wechselten auch Visitenkarten ihre Besitzer. Besonders begeistert war ich von der liebevollen Kleinarbeit, die sich die Veranstalter gemacht haben. Sogar die Näpfe für die Fellkinder waren liebevollst verziert.

 

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Auch an Leckerlein für Zwei- und Vierbein war reichlich gedacht. Und was mein absolutes Highlight war: die Vielfalt an Tierschutzorganisationen. Die authentischen, nicht die in pink. Vereine, die sich für Blindenhunde und die Arbeit mit Behinderten stark machen – klar lies ich dort den ein oder anderen Euro. Tiergesundheit war bei vertretenen Physiotherapeuten genauso Thema wie der Hund im Recht. So hatte ich die Möglichkeit, mich mit einer Anwältin über das brisante Thema des Hundes bei sommerlichen Temperaturen im Auto zu unterhalten. Direkt hat sie mich eines Besseren belehrt: So richtig auf der sicheren Seite ist man nämlich nur wenn Feuerwehr oder Polizei die Scheibe einschlägt. Na gut. Während ich also weiter über die Messe streuselte, schaffte ich es doch noch meinen aufkommenden Hunger zu unterdrücken und einer Diskussion über Schul- und Bürohunde zu lauschen.

 

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Um Zwei gings für mich dann leider auch direkt schon wieder nach Hause – Konzertkarten hatte ich ja auch noch. Während ich nun also heute am Katertag diese Worte in die Tasten stricke, kann ich meine Augen nur mittels schwarzem Gold und Streichhölzern offen halten. Trotzdem wars die Reise zwischen kehrschaufelförmigen Popes und Sprinteinlagen durch Berlin absolut wert, sodass ich im nächsten Jahr gern wieder dabei sein möchte. Diesmal aber mit Urlaub und genug Zeit für all die kleinen Details, die mir aufgrund der Zeit sicherlich entgangen sind, von denen aber meine Kolleginnen womöglich berichten können und werden.

 

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