Fünf Wege sein Hundetier zu giekeln

Also eins vorweg: „Gieklen“ ist der vogtländische Begriff für liebevolles „Stänkern“ oder „Ärgern“. Wenn sich mein Hundekind also mal wieder genüsslich auf meinem Schoß breit macht und mir das Lesen der letzten zehn Seiten eines wirklich spannenden Romans mit seiner Schnauze in meinem Gesicht maximal erschwert, dann revanchiere ich mich mit kleinen Neckereien. Quasi so als ob man seinem sehr kitzeligen Partner die Füße krabbeln würde.

Worauf mein Askan mit äußerst empörtem Blick reagiert, verrate ich euch heute:

 

 

  1. Beim Räubern einfach mal die Zunge festhalten.

Kennt ihr das auch? Man raudelt mit seinem Hundetier, rollt sich über die Wiese, wirft ein bereits sehr gemattertes Plüschie und zack versucht der Canide einen mit weit aufgesperrter Schnauze schlangenartig zu verschlingen. In diesen Fällen halte ich ja einfach Askans Zunge fest oder krabbel ihm am Gaumen.

 

2. Die Pfötchen kitzeln

Ich gebs ja zu – auch mir sitzt der Schalk ab und zu im Nacken. Wenn mich meine Fellnase ärgert, dann ärger ich eben zurück und am besten gelingt mir das, wenn ich ihn an den Pfötchen krabbel. Ohhhhhh welche Freude: da wird mit den Pfötchen gezuckt, aufgestanden, sich wieder hingelegt und maximal vorwurfsvolle Blicke ausgeteilt.

 

3. „Bauch-Pupsen“

Manch einer kennt es womöglich noch aus seiner Kindheit: das gute alte „Bauch-Pupsen“. Wenn Familienmitglieder einen von den Füßen holen, entwaffnen, den Bauch freilegen und drauf los blubbern. Macht bei Hunden leider aufgrund deren Bepelzung nicht so tolle Geräusche wie beim Mensch, aber trotzdem mindestens genauso viel Spaß.

 

4. Schnuznäschen krabbeln

Wenn das Hundetier mal wieder überall seinen Senf dazugeben muss und sich teebeutelartig in alles reinhängt, dann krabbel ich über sein Näschen – nicht derbe sondern sanft natürlich. Sein maximal anklagender Blick verrät dann schon, dass er kurz davor ist, den Tierschutz anzurufen und zurück in die Pflegestelle zu fahren.

 

5. Ins Ohr pusten

Was beim zwischenmenschlichen Liebesspiel ja bei manch einem womöglich gut ankommen mag, treibt meinen Bube zur Weißglut. Leichtes Pusten versucht er ja ganz stoisch wegzuignorien. Wird man dann aber doch schon mal deutlicher, macht ihn das ganz fuchsig, was ein wunderbar süßes Wackeln der Ohrlies zur Folge hat. 🙂

 

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Und was sagt ihr? Ist das jetzt nur eine Eigenart unsererseits oder neckt ihr euren Vierbeiner auch? Und wenn ja wie???? Wir sind gespannt wie ein Flitzebogen 🙂

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2 thoughts on “Fünf Wege sein Hundetier zu giekeln

  1. Haha, danke. Da hast Du mich noch auf ein paar Ideen gebracht. Pfoten kitzeln und Ohren pusten sind auch bei uns anerkannte Foltermethoden. Ich halte Enkis Zunge fest, wenn er wieder alles anschlecken möchte. Aber er ist nur kurz irritiert und schlickt dann weiter.
    Die Foltermethoden meiner beiden sind: Mit Schwanz in der Nase kitzeln, bevor ich wach bin. Füße abschlecken, weil ich dann so lustig zucke und, ganz beliebt, mit Nase auf den Tablet stupsen und genüßlich zusehen, wie ich hektisch ein falsch gesetztes „Gefällt mir“ wieder zurücknehmen möchte.
    Herzliche Grüße
    Stephie mit Enki und Luna

    1. Liebe Stephie,

      oh ja natürlich gehts auch anders herum: Askan springt dann auf meinen Schoß und Schnauze mit ins Gesicht oder er wackelt so laut mit dem Schwanz, dass die halbe Nachbarschaft wach wird :-D.

      Seid lieb gegrüßt 🙂

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