Chemnitz gibt Pfötchen – wir auch, aber schick in Pink :-)

Vergangenes Wochenende war es soweit: die internationale Rassehundeausstellung in Chemnitz. Kein Aprilscherz – gemeinsam mit „Fit mit Hund im Vogtland“ durften wir einen Stand betreuen. Mal quasi voll hinter den Kulissen 🙂 . Welche Eindrücke wir gewinnen durften, erfahrt ihr heut von uns :-).

Die Vorbereitung:                                  

Eigentlich wollten wir sowieso auf die Messe, dass wir sogar Helfer sein dürfen kam jedoch etwas spontan. Wie macht man aber am besten Werbung für einen Hundeblog? Klar Kekse mussten her, weshalb meine Oma gefühlte Tausende produzierte 🙂 . Da sie mit den Pfötchenausstechern nicht wirklich zurecht kam, sich aber auch nicht Matz heißen lassen wollte, ging sie in Produktion und bastelte jede Tatze selbst. So viel Engagement muss wirklich belohnt und kann nicht mit Geld bezahlt werden :-).  Die Kekse kamen dann zusammen mit etwas Band an die Visitenkarten – oder eher anderes herum? Jedenfalls hatte meine Oma in einer Größenordnung gebacken, dass mir die Kärtchen ausgingen :-).

 

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Die Messe:

Um Zehn gings in Chemnitz los und pünktlich waren wir auch Vorort. Kommt man aber in die Halle, fühlt man sich ein wenig wie ein aufmerksamkeitsgestörtes Eichhörnchen. So viele Eindrücke und irgendwie muss man ja überall mal hingucken. Da fiel das konzentrierte Aufbauen des Standes gar nicht so leicht. Während wir also an unserer Fokussierung arbeiteten und Freunde in Rekordzeit sämtliche meiner Visitenkarten unter das Volk brachten, wurden Dogdancing und Discdogging Aufführungen präsentiert. Ein Fest für die Augen, wobei man sich mit Blick auf den eigenen Wauzer einmal mehr fragt, was man da beim Üben eigentlich falsch macht. Während andere auf der Bühne souverän tricksen, sieht das eigene Üben zuhause eher aus wie sterben mit Anlauf. Na ja Vorteil einer solchen Zusammenkunft aus Hundehaltern, Ausstellern und Trainern ist ja auch das Abluxen von ein paar Tricks und Tipps :-).

 

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Askan hatte ich an dem Tag übrigens daheim gelassen. Der stromerte über Stock und Stein während wir gemeinsam auch noch die Werbetrommel für „Fit mit Hund“ rührten. Die Betonung, dass wir hier Menschen- anstatt Hundekekse verteilten, sorgte regelmäßig für Lacher. Fügten wir das jedoch nicht hinzu, kam promt die Frage, für wen der Keks denn nun gedacht sei. Während wir also mit Keksen und Flyern bewaffnet durch die Hallen streuselten, kamen wir auch bei den ganzen Rassehunden vorbei – war ja schließlich auch eine Rassehundeausstellung.

 

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Besonders belustigt war ich wiederum von den Besitzern popobepuschelter Pudel, wo sich einmal mehr zeigte „Wie der Herr so das Gescherr“. Da waren die Hunde bis zum Zahnfleisch gestylt, trugen Haarklammern, hatten Ohren komisch zusammengebunden oder warteten maximal aufgeregt in ihren Boxen. Einmal mehr war ich froh, dass mein Bub gleichzeitig in einer scheinbar anderen Dimension einfach nur Hund sein durfte. Neben diesen Extremen gab es aber auch Hunde, in die man sich sofort verliebte und die man nach Möglichkeit sofort mitgenommen hätte. Für mich waren das vor allem die Mini Aussies, wobei ich immerhin die Daten verschiedener Züchter mitnehmen konnte, wenn schon nicht den Hund.

Als die Werbetrommel dann zu Genüge getrommelt worden war, fanden sich auch einige Minuten um einfach ganz privat zu schauen, zu staunen und zu schießen ähm einzukaufen. Für Askan gabs eine neue Leine und kiloweise Leckerein – in Anbetracht der Ausbeute meiner Freunde hatte ich mich also noch deutlich zurückgehalten.

 

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Klar irgendwann muss sich aber auch ein Frauchen mal etwas zwischen die Kiemen schieben, wobei man beim Anstehen und Warten ja super beobachten kann. Da rufen Herrchen und Frauchen jedweder Coleur einfach „Der tut nichts“ während der eigene Hund dem anderen mit tollwütigstem Gebell grade halb die Schnauze zerheckselt. Einmal mehr die Frage für mich, ob „Der tut nichts“ die Übersetzung für „ich kann den weder rufen noch unter Kontrolle bringen also lass ich es ist“ ist ? Und einmal mehr der Wunsch, es würden sich mehr Hundehalter an das Prinzip der gelben Schleife halten. Wahrscheinlich reicht das an Dreistigkeit aber nicht. Vielleicht muss man eher rufen „Dann ist gut, meiner hat auch nur Flöhe.“.

Resümee

Wunderbär und gerne wieder, wobei mich die Geschwindigkeit in der meine Mädels die Werbung für unseren Blog unters Volk gemischt haben wirklich immer noch in Staunen versetzt. Die Frage, ob man an so einer Veranstaltung lieber mit oder ohne eigenen Hund teilnimmt, muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Für meinen Teil hatte Askan gemeinsam mit Herrchen einen tollen Tag, während ich Werbung machen, Kontakte knüpfen, neue Ideen aufgreifen und tolle Gespräche führen konnte. Mein Hund ist allerdings auch eher ängstlich und schnell reizüberflutet… Außerdem war ich dank der Testfahrerin, welche mich in Worpgeschwindigkeit mitnahmen, auch unwahrscheinlich schnell wieder daheim bei meinem Bub 🙂 .

Welche Erfahrungen habt ihr mit Messen gemacht? Welche Messen und Ausstellungen könnt ihr empfehlen und was ist euch bislang so aufgefallen?

 

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One thought on “Chemnitz gibt Pfötchen – wir auch, aber schick in Pink :-)

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