Blogparade: Kein Hund unterm Baum..

Tja ihr Lieben, wo sollen wir nur anfangen. Schrieben wir letzte Woche noch über den Tierschutz in einer ganz anderen Form, stieß Sandra vom Hundeblog Shiva Wuschelmädchen eine völlig neue Gedankentirade mit ihrer Blogparade los. Na dann geben wir unseren Senf heute auch einmal dazu….

 

Kein Hund unter Baum.“ – Wer kennt das Vorurteil nicht? Kleines Kind wünscht sich weinend, kreischend und jammernd über relativ lange Zeit einen Hund. Die Eltern geben dann zu Weihnachten schweißgebadet nach, „verpacken“ Kleinwauz mit Schleifchen und während es süß unterm Bäumchen schurrt, strahlen Kinderaugen. Also so lange bis Kleinwauz das erste Mal in die Wohnung macht, bei Regen raus muss, Durchfall hat, der Urlaub naht oder irgendwie auffällt, dass so ein Hund Zeit, Geld und Mühe kostet.

 

Im besten Fall vermittelt Familie A den Hund nun an eine zuverlässige und vernünftige Familie B.

Im ungünstigeren Fall muss Kleinwauz dann ins Tierheim, wobei wir wieder bei unserem letzten Artikel wären.

Im schlimmsten Fall jedoch wird Kleinwauz – vorzugsweise zur Urlaubszeit – ausgesetzt.

So kann, soll und darf das Ganze nicht ablaufen!!

 

 

Zugegeben, auch ich hatte mit sechs Jahren einen Hund mit Schleife bekommen. Nicht zu Weihnachten, sondern zum Geburtstag, Schulanfang oder weiß der Fuchs was der Anlass war. Eine deutsche Schäferhündin mit dem Namen Alice. Ich weiß noch wie wir sie miniklein vom Züchter abholen durften und ich mich mit meiner Mama stritt, wer denn nun vorn beim Opa sitzen und Kleinwauz halten und beschmusen darf. Später war Kleinwauz ein Großwauz und mir körperlich um Längen überlegen. Aber sie war so gut erzogen, dass ich ohne Probleme mit ihr durchs Dorf trotten konnte. Da verbrachte ich also meine Nachmittage. Selbst wenn ich aber dazu keine Lust, Zeit oder Muse gehabt hätte, wäre Alice immer versorgt gewesen. Wir waren und sind eine Hundefamilie. Da geht keiner unter. Allerdings war von vornherein klar, was Hundehaltung und hier vor allem eine gesunde Hundehaltung mit Auslastung und und und bedeutet. Wenigstens allen anderen Familienmitgliedern.

Als meine Alice nämlich während meiner Abiturprüfungen eingeschlafen ist, wollte ich einen neuen Hund. Keinen Ersatz, aber ihr wisst ja: Einmal Hundemensch – immer Hundemensch. Durch das Studium, einige Schicksalsschläge, Umzüge und diverse weitere Hürden, war jedoch schnell klar, dass kein Hund nachkommen wird. Als ich aber endlich in Arbeit und mein Opa leider verstorben war, musste ganz dringend wieder ein Hund her. Ich habe gebettelt wie beschriebenes Kleinkind.

 

Wie toll so ein Hund in der Wohnung doch wäre. Wie schön das Pfotengetrappel. Wie sehr ich mich freuen würde, wenn ein Hund zu meinem Geburtstag mitsamt Körbchen in der Wohnung wäre… Ach, ich hab echt vom Leder gezogen. Bekommen habe ich trotzdem keinen.

Warum?

Weil a) für eine Hundehaltung in der Wohnung ziemlich viele Dinge beantragt werden müssen,

b) der zukünftige Hundehalter sich in den Schützling vergucken muss – nicht überall stimmt die Chemie einfach so mit Fingerschnips,

c) genug Zeit zur Eingewöhnung da sein muss – da reichen die paar – und in diesem Jahr noch verdammt ungünstig gelegenen – Feiertage gar nicht aus,

d) ein Kind allein das überhaupt nicht überblicken und stemmen kann und

e) es noch gefühlt Millionen anderer Gründe gibt, die dagegen sprechen.

 

Wenn das Herz aber doch will, was das Herz will, dann sollte man sich schon im Vorfeld wirklich gut absprechen und alles gründlich vorbereiten. Der Wauz möchte nicht erst Heiligabend zum größten Festtagstrubel in die Familie kommen, sondern sich langsam Stück um Stück eingewöhnen.

 

Und nun noch einmal zu uns: Askan war von mir ziemlich hart umkämpft und gegen jeden Widerstand durchgesetzt wurden. Geschenkt habe ich ihn mir selbst im Oktober und bin am Anfang ziemlich derbe auf die Nase gefallen. Zwar mit Hunden aufgewachsen, habe ich die alleinige Verantwortung für so ein Wollbündel völlig unterschätzt. Jetzt möchte ich ihn nie wieder hergeben, aber zugegeben der Anfang war ziemlich knorke.

 

Summa summarum: Kein Hund unter Baum

 

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Askan an seinem ersten Weihnachtsfest mit einem halben Jahr

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den Festtagstrubel findet er immer noch kernscheiße…

selbst mit eigenem Adventskalender…

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… und festlicher Körbchendeko…

 

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Hund beibt eben Hund und kein Spielzeug. Also wenn schon Baum, dann bitte so 😉

Danke liebe Sandra, dass du mit deiner Blogparade auf dieses heikle Thema aufmerksam machst! Wir wünschen dir und allen kleinen süßen Welpen viel Erfolg mit diesem Aufruf!

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4 thoughts on “Blogparade: Kein Hund unterm Baum..

  1. Hallo Isawau äh bell!
    Schön, dass du gleich mitgemacht hast. Da sind unsere Artikel beinahe zeitgleich online gegangen. Ich finde es spannend, jeder greift einen anderen Teil auf und im Grunde sagen wir alle das gleiche: Hund ist wunderbar, aber man muss es planen und man muss sein Leben darauf einstellen. Ich wünsche euch beiden eine tolle Adventszeit und für Askan jede Menge leckere Knochen, wenig Trubel und was tolles zum Spielen!

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

    1. Liebe Sandra und liebe Shiva,

      stimmt wohl, aber das Thema ist auch super wichtig. Ich hab aus unserer Geschichte so viel gelernt, dass ich gar nicht mehr daran dachte, dass es Leute noch so handhaben :-/ . SUPER, dass du daran gedacht hast! Auch euch ein felliges High-Five, eine besinnliche und keksreiche Zeit und einen fleißigen Weihnachtswau 🙂

      Askan & Isa

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