Aus fremden Körbchen geplaudert: Verwauzte Stadtmusikanten oder „Der Backstall“

 

„Ja ist denn heut schon Weihnachten?“ Für uns schon, denn die liebe Kim hat gemeinsam mit ihrem süßen Coffee einmal aufs Papier geklöppelt, was wir schon lang einmal lernen wollen: „Auf den Rücken hüpfen“

 

Diesmal gehen wir mal nicht auf Leserwünsche ein – sondern auf den Wunsch meiner Mitbloggerin. Nämlich: „Erzähl uns doch mal, wie du Coffee den Backstall beigebracht hast. Denn dieser Trick steht auf unserer Budget-List.“

 

Zunächst möchte ich natürlich erzählen, was der Backstall ist. Der Backstall ist ein Trick, den ich Coffee vor kurzem beigebracht habe. Daher gibt es auch noch nicht so viele Fotos davon.

Beim Backstall befindet sich der Hund auf dem Rücken des Halters (oder einer ahnungslosen dritten Person – sehr lustig 😛 ). Diese Position nimmt der Hund natürlich von selbst ein. Er wird nicht gezwungen. Meist kniet sich der Mensch dazu recht weit nach unten, damit der Hund nicht so hoch springen muss. Sobald der Hund oben ist, kann man sich normal hinstellen. Damit der Hund auch beim Runterspringen seine Gelenke nicht zu sehr belastet, geht man auch zum Runterlassen wieder so weit wie möglich in die Knie.

Was wir vorher trainiert haben, sind vor allem Tricks, die Vertrauen und Nähe fördern. Begonnen haben wir mit „Feet on“ (auf den Füßen mitlaufen), auf den Schoß springen und am Ende auch andere Balanceübungen auf den Beinen. Zusätzlich haben wir viele Tricks gemacht, bei denen Coffee sich noch mehr ausbalancieren musste als normalerweise. Dazu habe ich einfach die schon bekannten Tricks auf einem unsicheren Untergrund abgefragt, bei uns war dies ein Sitzkissen. So lernen die Hunde ihren eigenen Körper noch einmal etwas besser kennen.

 

beine

 

 

So aber nun zum Backstall. Am einfachsten ist es wohl, wenn man Hilfe von einer zweiten Person hat. Dann kann man sich zunächst auf alle Viere auf den Boden hocken und der Helfer lockt den Hund auf den Rücken. Dabei muss der Helfer vor allem bei den ersten Versuchen – und ganz besonders bei etwas ungestümen Hunden – auch darauf achten, dass der Hund nicht herunterfällt. Denn das kann dazu führen, dass der Hund Angst bekommt und nicht mehr gern auf den Rücken seines Menschen springen möchte.

 

Diese Variante kam – in Ermangelung eines passenden Trainingspartners – bei uns leider nicht in Frage.

weg

Man kann natürlich auch versuchen, den Hund im Alleingang vom Boden hoch zu locken. Das ist aber recht schwer, da man dann eventuell instabil steht und den Hund beim Hochspringen nicht sichern kann. Die Gefahr des Runterfallens ist beim Raufspringen recht hoch, gerade wenn der Hund es nicht kennt, auf einer so kleinen und instabilen Fläche zu landen.

Wir haben es daher noch ein klein wenig anders gemacht: Ich habe Coffee auf einen hohen Vorsprung gesetzt. In meinem Fall eine niedrige Mauer oder ein breiter Weidepfosten. Davon habe ich ihn dann auf meinen Rücken gelockt. Dabei habe ich die Höhe so gewählt, dass er nicht springen musste, sondern einfach auf meinen Rücken laufen konnte.

Nachdem das gut klappte, habe ich es nach und nach langsam schwerer gemacht, bis er irgendwann vom Boden auf meinen Rücken kam, wenn ich mich ganz besonders klein gemacht habe. Da Coffee es nicht ausbalancieren konnte, wenn ich mich dann gestreckt habe und er auf meinem Rücken stehen sollte, habe ich ihn hinlegen lassen und mit meiner Hand stabilisiert. So kommen wir mittlerweile sehr gut klar. Er kann es sogar auf meinen Schultern – was übrigens seine Idee war 😉 . Ich habe einen ganz anderen Tick gefordert, aber er fand diesen hier wohl witziger.

 

schulter

 

Ein Wort noch zum Schluss: Achtet bitte immer darauf, dass der Hund nicht von ganz oben von eurem Rücken springt. Das ist sehr schlecht für die Gelenke. Und denkt daran: Trainiert in kleinen Schritten und belohnt sehr hochwertig. Dann verliert euer Hund auch nicht den Spaß daran!

 

Liebe Kim und lieber Coffee herzlichen Dank für diese tolle und vor allem nachvollziehbare Erklärung dieses kniffeligen Tricks. Da bleibt uns doch nur noch zu sagen: Challenge accepted 🙂

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2 thoughts on “Aus fremden Körbchen geplaudert: Verwauzte Stadtmusikanten oder „Der Backstall“

    1. Liebe Claudia,

      Askan und ich hadern auch noch, deshalb sind wir in Gedanken ganz bei euch 🙂

      Liebste Grüße,
      Askan & Isa

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