Aus fremden Körbchen geplaudert: Upcyclingidee – ein altes Buch wiederverwenden – aber wie?

Ihr Lieben, ich bin krank. Ich schniefe, ich huste und schleppe meinen verseuchten Kadaver maximal tapfer durch die Gegend. Ja da kann man schon mal ein wenig angefressen sein. Umso zauberschöner wenn einen im Briefkasten so eine zuckersüße Grußkarte erwartet, denn die liebe Kim war kreativ unterwegs. Wie sie das Ganze aufs Papier gezaubert hat, erklärt sie euch heute 🙂 .

 

Heute habe ich mal eine kleine kreative Idee für euch. Und zwar geht es darum ein altes Buch, was ihr sicher nicht mehr braucht und auch nie wieder lesen wollt, zu verwenden. Wir werden Seiten herausreißen – daher solltet ihr euch in diesem Punkt wirklich sicher sein.

Und zwar möchte ich mit euch darauf ein kleines Bild malen. Was genau ihr malt ist natürlich euch selbst überlassen. Ich finde jedoch gerade am Schreibtisch machen sich diese „Bild auf Text“ Kunstwerke wirklich gut.

 

 

Was ihr dafür braucht:


ein altes Buch (wird zerrissen und sollte somit nicht mehr gebraucht werden!)
Aquarellfarbe oder ersatzweise Wasserfarbe, Wasser
sehr dünne und weiche Haarpinsel
vielleicht etwas saugfähiges Material, z. Bsp. Küchenpapier oder Taschentücher

 

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Zuerst solltet ihr euch darüber klar werden, was euer Ziel ist und was ihr dafür braucht. Wollt ihr ein Bild mit deckenden Farben oder Farbverläufen und den aquarelltypischen Übergängen? Oder lieber was anderes?

Ich habe – bevor ich mit einem Bild angefangen habe – erst einmal  das Papier und die Farbe ausprobiert. Entschieden habe ich mich für einen schönen sanften Farbverlauf, allerdings mit wenig Farbvermischungen. Trotzdem habe ich ausprobiert, wie sich die Farbe verhält und wie sie sich mischt.

Ihr könnt natürlich auch direkt loslegen und dabei ausprobieren, das ist ganz euch überlassen. Eine Schritt für Schritt Anleitung für mein Bild habe ich euch natürlich auch mitfotografiert. Dazu habe ich für Isabelle ein Bild gemalt. Abgebildet ist Askan. Ich hoffe natürlich, dass es ihr gefällt (das weiß ich nicht, da das ganze eine Überraschung für sie ist). Hier seht ihr die Entstehung.

 

 

Hier grätschen wir ein: natürlich gefällt es uns 🙂

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Zuerst habe ich die Vorlage grob mit Bleistift skizziert. Da ich im realistischen Zeichnen nicht sehr gut bin, habe ich die Formen zwar realitätsnah gehalten, aber etwas vereinfacht. Dann habe ich begonnen die Flächen auszufüllen. Vorher habe ich immer dort wo ich gezeichnet habe, die Linien überwiegend wegradiert. Ich habe einen Farbverlauf von innen nach außen gewählt, da mir diese Variante gut gefiel. Lasst euch wirklich viel Zeit, um das ordentlich zu machen, sonst ärgert ihr euch im Nachhinein vielleicht, wenn der Farbverlauf doch nicht so sauber ist, wie ihr ihn gern hättet. Manche Farbverläufe gelingen sofort, Anderen muss man erst nachhelfen.

 

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Da ich nicht wollte, dass sich die Farbe mischt, habe ich nachdem ich den Kopf ausgefüllt hatte, erst einmal mit der Nase weitergemacht. Die ist bei Askan, so wie auch bei Coffee, hell. Diese Farbe gab es leider in meiner Farbpalette nicht, was das ganze etwas erschwert hat. Also habe ich die Farbe einfach vorsichtig gemischt. Das habe ich auf dem Schmierpapier zunächst getestet, um nicht das Bild, was ich schon hatte, zu zerstören.

 

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Dann habe ich alles sehr gut trocknen lassen. Bei mir war es über Nacht. Aber ich denke schon nach einer guten Stunde hätte ich weiter machen können, da ich sehr dicke und saugfähige Buchseiten benutzt habe. Das hängt allerdings sehr stark vom Papier ab. Ich habe nach und nach Farbflecken eingefügt. Die Aquarellfarbe, die einmal getrocknet war, hat sich bei mir auch nicht wieder gelöst. Das solltet ihr aber selbst auch nochmal vorher prüfen (an eurem Testpapier zum Beispiel). Neben den Flecken auf Askan habe ich noch ein paar Flecken, die ein Herz bilden und einen großen verlaufenden Flecken für seinen Namen gemalt.

 

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Zu guter Letzt habe ich mit einem dünnen Filzstift die Ränder nachgezogen. Zum Einen weil mir das besser gefiel und zum Anderen, da ich die Bleistiftlinien nicht sauber wegbekommen habe. Man kann (wie bei der Pfote oben zu sehen) die Linien auch mit dem Pinsel nachziehen. Das ist nicht so gleichmäßig, aber auch sehr schön. Außerdem habe ich mit Aquarellfarbe die Augen gemalt. Bitte denkt daran, kleine Lichtpunkte zu lassen, dass macht es lebendiger.

Und dann seid ihr auch schon fertig. Zumindest mit dieser Anleitung. Wenn ihr wollt könnt ihr natürlich auf die Rückseite noch ein weißes Blatt Papier kleben und das ganze als Grußkarte gestalten. Oder ihr rahmt es ein und hängt es auf oder verschenkt es. Es gibt so viele Möglichkeiten.

 

Ein paar Tipps zum Schluss hab ich noch:

  1. Zu viel Wasser gerät schnell auf das Papier. Wenn ihr das nicht trocknen lassen wollt, dann könnt ihr das vorsichtig mit einem Taschentuch aufsaugen und direkt weiter machen.
  2. Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt werden, da das Bild sonst „dreckig“ wirken kann. Ich habe das Wasser für das „Askan-Bild“ glaube ich ca. 4 Mal gewechselt. Lieber ein Mal mehr wechseln, als sich nachher ärgern!
  3. Es ist natürlich nicht verboten, sich Inspiration zu holen. Allerdings macht bitte niemanden einfach nach und gebt diese Werke dann schon gar nicht als eigene aus. Ich bin in meinen Werken vor allem durch einige Hooli-Shootings inspiriert – diese scheinbar zufälligen Farbtupfer auf Fotos aber eben auch den gemalten Bildern finde ich ziemlich schön.

Und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren.

Und wir erst 🙂 . Also schnappt euch Buch, Wasser und Pinsel und rettet jemandem den Tag. Genau wie Kim und Coffee 🙂  Das kann nur gut fürs Karma der zwei Gurken sein 🙂

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