“Ach du dicker Pilz” – Webinar “Einführung in das Heilen mit Pilzen“

„Wenn dir das Leben einen Korb gibt, geh Pilze suchen.“

Wie der Vogtländer sagt: „Es ist Schwammezeit“. Während also manch einer nun einen enormen Stress hat, die Pilze aufgrund ihrer Konsistenz wieder aus der Suppe zu sammeln, haben wir uns dank des Webinars von Petra Friedrich (MykoTroph ®) einmal genauer mit Pilzen beschäftigt.

Dass Pilze schmecken ist klar. Wer könnte sich schon an Championsuppe sattessen? Was ich auch grade noch wusste: mit Magic Moshrooms kann man sich wahrscheinlich ganz schön wegbeamen und insgesamt hofft doch jeder darauf, irgendwann mal ein Glückspilz zu sein. Dass Sie aber auch heilen können, war mir recht neu beziehungsweise schien mir das Ganze etwas zu esoterisch. Zwar hatte schon Paulina von Dogtisch mir bei der Besprechung von Askans Futterplan Vitalpilze zur Vorbeugung von Spondylosen empfohlen,  doch um ehrlich zu sein, fiel mir das Ernstnehmen dieser Empfehlung schon etwas schwer. Mit Kräutern, Globuli und Bachblüten konnte ich etwas anfangen, aber Pilze? Meine Lieben wenn ich früher Schwamme gesammelt habe, hat mein Opa heimlich sämtliche meiner Funde wieder aus dem Korb sortiert… Die Pilztour letztes Jahr mit dem myzelbewanterten Nachbarn hat außer der Wortherkunft von Hallimasch kaum Spuren hinterlassen und Paps verrät kaum eine seiner Eldoradopilzstellen.

 

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Was habe ich aber gelernt?

Zunächst einmal beruht das Wissen des Institutes auf wissenschaftlichen Studien, traditionellen Anwendungen aus der chinesischen Medizin sowie Erfahrungswerten. Von denen berichtete Frau Friedrich in dem kostenfreien Webinar übrigens reichlich. Es wurden nicht nur einzelne Pilze mit umfangreichem Wirkungsgrad beschrieben (deren Namen unwahrscheinliche Zungenbrecher darstellen), sondern auch Wirkzeiten besprochen. So lassen sich bei Tieren Wirkungen der Pilze bereits nach einigen Tagen beobachten. Bei Menschen hingegen kann dies mehrere Monate dauern.

 

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Möchte man sein Tier mithilfe von Pilzen bei Heilungsprozessen unterstützen, sollte man lieber auf gezüchtete Pilze zurückgreifen, da die Pilze auf dem Wochenmarkt zumeist „grün“ geerntet werden. Der Vitaminspiegel eines Tieres sei hingegen nicht durch die Einnahme von Pilzen erhöhbar. Dafür haben sie einige andere wichtige Inhaltsstoffe wie Enzyme und Tritapene, die den Organismus unterstützen. Frau Friedrich betonte mehrfach, dass Pilze bei einem gesunden Tier auch keine Erkrankungen auslösen würden. Zeige sich nach der Einnahme von Pilzen das Ausbrechen einer weiteren Erkrankung, wäre dies früher oder später sowieso passiert. Dennoch seien auch Pilze überdosierbar. Zwar könne man Angaben für den Menschen im Dreisatz auf das Tier und dessen Gewicht herunter rechnen, dennoch sollte man lieber langsam beginnen und die Dosis dann sukzessiv steigern.

Pilze könnten dann auch dauerhaft gegeben werden, wobei die Pilzwirkung ungefähr ein bis zwei Tage nach einem etwaigen Absetzen bestehen bliebe. Pilze – und auch das betonte die Referentin – stellen kein Ersatz für die Schulmedizin, sondern vielmehr eine Ergänzung dar.

 

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Mein Fazit?

Es ist unwahrscheinlich interessant, sich mit einem so unscheinbaren Gut zu befassen. Ob man als Laie aber sämtliche Einsatzgebiete kennen muss, bezweifele ich. Ich würde schon allein wegen der Dosierung mit einem Fachmann sprechen wollen. Nicht allein aufgrund der Gefahr des Verzehrs giftiger Pilze gibt es überall Pilzberater, die noch einmal über das Körbchen gucken, was man da so fleißig gesammelt hat. Da rede ich aber nur über Schwammespalken und getrocknete Pilze für die Soße. für Heilzwecke ist ein Fachmann also meiner Meinung in exponenzierter Form notwendig.

Hier schließt sich aber auch der Kreis, denn ich fand die Referentin ungemein kompetent. Ich bin mit Askan und seinen Ärzten wirklich kritisch, aber ihr würde ich ihn ohne einen leisen Zweifel anvertrauen. Wer sich ohne Bezahlung weit über eine dreiviertel Stunde Zeit für Fragen nimmt und sie so umfangreich beantwortet, denkt wohl eher weniger ans Geld als an das Wohl der Tiere. Zudem besteht für jeden die Möglichkeit, sich direkt telefonisch an Frau Friedrich zu wenden und gemeinsam Fragen zu wälzen. Daumen hoch.

Hoffentlich macht ihr weiter so, denn das Verfolgen des Webinares war mir ein innerlicher Strauß toller Erfahrungen J . Herzlichen Dank für so viel Einsatz, Überzeugung und vor allem Wissen. So umfangreiches Fachwissen gepiekt mit massig Fachtermini erliest man sich nicht einfach mal im Vorbeigehen – zumal es kaum Fachbücher gibt.  Wir wollen definitiv mehr 🙂

Wer das Thema auch spannend findet, hat die Möglichkeit im November an dem Webinar teilzunehmen, da es erneut angeboten wird. Zur Anmeldung kommt ihr hier.

 

Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt. Warum vergessen wir es nur so oft?“

Kneipp

 

 

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4 thoughts on ““Ach du dicker Pilz” – Webinar “Einführung in das Heilen mit Pilzen“

  1. Wow, was es nicht alles gibt! Als Heilpraktikerin ist mir das Thema Heilpilze zwar nicht unbekannt (auch wenn es nicht *mein* Thema ist), dass diese aber auch für Hunde heilsam sind UND es ein Webinar dazu gibt – cool! Ich werde mich gleich mal anmelden, das ist echt spannend (auch wenn die Jungs zum Glück gesund sind und ich das Wissen vermutlich wie so oft gar nicht brauchen werde (hoffentlich!))! Danke für die Aufklärung (und ich finde Deinen Einwand, Du kannst etwas mit Bach-Blüten und Globuli anfangen, Pilze sind Dir aber zu esoterisch einfach zum wegwerfen komisch *ggg*)

    Liebe Grüße
    Susanne und die Jungs

    1. Hallo liebe Susanne!

      das freut uns aber sehr, wenn ihr da jetzt auch mal reinschnuppert 🙂 Auf eure Meinung sind wir schon sehr gespannt 🙂

      Liebste Grüße,
      Askan & Isa

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